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Proteste um das Camp Shi’ini

Ein Sommercamp für Kinder ist eigentlich eine erfreuliche Sache. Rund um das Camp Shi’ini, welches seit 1947 alljährlich in Pasadena stattfindet sind jetzt aber massive Proteste ausgebrochen. Grund dafür ist das rassistische Image, welches das Camp verbreite. Die Proteste gehen vor allem von amerikanischen Ureinwohnern aus.

Auslöser der Proteste war Kimberly Robertson, eine amerikanische Ureinwohnerin, die zur Muscogee Creek Nation gehört und zugleich Assistenzprofessorin an der Cal State Los Angeles ist. Sie brachte ihre Tochter zum Eagle Rock Recreation Center, als sie das CaImage result for pasadena Shi'ini campmp erblickte. Ihr stieß der Name des Camps, das Logo mit einem Tipi und ein Bus, der mit dem Wort „Chickasaw“ beschriftet war, sauer auf. All diese Elemente sind der Kultur der Ureinwohner entlehnt und dies, obwohl das Camp keinerlei Verbindung dazu hat. Es nutzt das „Indianer“-Thema lediglich als Unterhaltung.

Frau Robertson sagte in Medienberichten, dass sie versuchte, das Camp zu kontaktieren und das Thema anzusprechen. Eine Antwort habe sie aber nie erhalten. Deshalb habe sie ihre Erfahrungen in den Sozialen Medien veröffentlicht. Dort stießen sie auf offene Ohren und führten zu einer wahren Protestwelle. Insbesondere auf Facebook und Yelp äußerten sich aufgebrachte Bürger.

Das Camp hat nun notgedrungen auf die Proteste reagiert. In einem ersten Schritt wurden alle Accounts des Camps in den Sozialen Medien gelöscht, um den Imageverlust einzudämmen. Außerdem wurde das Camp vorübergehend in „The Camp in Pasadena“ umbenannt. Noch diesen Sommer soll ein besserer Name gefunden werden. Auch das umstrittene Logo und alle anderen Referenzen zur Kultur der Ureinwohner wurden entfernt.

Für Kimberly Robertson und die anderen Protestierenden gehen diese Schritte aber noch nicht weit genug. Sie fordern unter anderem eine öffentliche Entschuldigung der Verantwortlichen. Außerdem sollen diese ein Training zur kulturellen Sensibilisierung durchlaufen. Alle Objekte, die eine Anspielung an die Kultur der Ureinwohner darstellen, sollen an Frau Robertson übergeben werden. Die Organisatoren des Camps haben diesen Forderung bei einem Treffen zugestimmt.

 

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